Werwölfe von Düsterwald



Direkt von der Auswahlliste für das Spiel des Jahres 2003 stammt das Spiel “Die Werwölfe von Düsterwald” von Hervé Marly und Philippe des Pallières. Dabei handelt es sich um ein außergewöhnliches Kartenspiel, welches sich in der Praxis eher als ein äußerst spannendes Rollenspiel entpuppt, bei dem 2 Parteien (Werwölfe und Dorfbewohner) versuchen sich gegenseitig auszulöschen und als die Überlebenden hervor zu gehen.

In einer kleinen Insider-Szene hat sich dieses beliebte Partyspiel schon lange zum Hit gemausert. Es ist gerade auf Partys so beliebt, weil man es mit Minimum (!) 8 Spielern spielen muss, weshalb man sonst selten die Gelegenheit hat es zu spielen.

Zum Ablauf: Zunächst wird ein Spielleiter bestimmt, welcher das Geschehen überwacht und keiner Partei angehörend, außerhalb des Spieles steht. Alle anderen Spieler bekommen verdeckt

Charakterkarten zugeteilt und werden so entweder zu Werwölfen oder Dorfbewohnern. Niemand weiß wer Wolf oder Mensch ist. Die Werwölfe sind immer in der Unterzahl und töten nachts einen Dorfbewohner. Tagsüber verbrennen dafür die Dorfbewohner einen aus ihrer Mitte, von dem sie glauben, dass er ein Lykantroph ist. Das sieht so aus, dass alle Spieler die Augen schließen und der Spielleiter “des nachts” sagt, dass alle Werwölfe nun bitte die Augen öffnen sollen. Diese erkennen sich nun gegenseitig und zeigen dann schweigend auf ein Opfer, welches sterben soll. Am nächsten “Morgen” dürfen auf Kommando des Spielleiters wieder alle Spieler die Augen öffnen, bis auf einen, welchem der Spielleiter sagt, dass er leider des Nachts gefressen wurde. Dann beginnt der eigentlich spaßige Teil des Spiels, wenn alle die Unschuldslämmer mimen und jeder jeden beschuldigt. Irgendwann müssen dann alle gleichzeitig auf jemanden zeigen, der auf den Scheiterhaufen muss. Auf wen am meisten zeigen, der scheidet aus.

Es ist einfach herrlich zu beobachten, wie sich die Spieler um Kopf und Kragen reden, um dem Tod zu entrinnen. Es gibt im Spiel noch zahlreiche Sondercharaktere wie das kleine Mädchen, dass in der Nachtphase versuchen darf jemanden zu erkennen oder die Hexe, die einen Heil- oder Gifttrank verabreichen kann. Im Internet kursieren auch noch viele andere Charaktere, die verwendet werden können.

Man sollte das Spiel am besten im leicht abgedunkelten Raum spielen, um für eine düstere Atmosphäre zu sorgen und gleichzeitig allen Spielern ein leichteres Rollenspiel zu ermöglichen.

  • Autor: des Pallières, Philippe
  • Spieldauer: ca. 20 Min
  • Spielerzahl: 8 bis 18
  • Preis: ca. 7 Euro