Guillotine



Guillotine ist so makaber wie spaßig! Es spielt zur Zeit der französischen Revolution und die Spieler schlüpfen in die Rollen von Henkern, die versuchen, die besten Köpfe abzustauben. Der Kopf des Königs gibt z.B. satte fünf Punkte, während das Haupt eines Märtyrers einen Minuspunkt einbringt.

Die Aufmachung des Spiels darf als sehr gelungen bezeichnet werden. Man stellt eine kleine Papp-Guillotine auf und legt 12 Adlige davor aus. Dann bekommt noch jeder Spieler 5 Aktionskarten auf die Hand und das Spiel kann losgehen. Wer dran ist, darf genau eine Aktionskarte spielen und muss dann den vordersten Adligen in der Reihe köpfen, egal wer das auch sein mag. Mit den meisten Karten, wie z.B. “Stolpern” oder “Freund der Königin” kann man die Reihenfolge der Todgeweihten verändern. Nach erfolgreicher Enthauptung wird noch eine neue Aktionskarte nachgezogen und der nächste Spieler ist an der Reihe. So werden drei “Tage” (Reihen) gespielt. Wer am Ende am meisten Punkte hat gewinnt - logisch.

Das Spiel hat herrlich witzige Illustrationen und eine nette Prise schwarzen Humor. Wenn man mit der Aktionskarte “Sollen sie doch Kuchen essen” Marie Antoinette an die Spitze der Opferreihe schickt, kann man sich ein Grinsen nicht verkneifen, auch wenn die französische Revolution ein blutiges und düsteres Datum in der Geschichte darstellt. Die einfachen Regeln und der hohe Fun-Faktor machen aus diesem schnellen Spiel ein hervorragendes “Bier und Brezel - Spiel”.

  • Autor: Peterson, Paul
  • Spieldauer: ca. 40 Min
  • Spielerzahl: 2 bis 5
  • Preis: ca. 10 Euro