Zum roten Drachen



Zum roten Drachen ist ein äußerst vergnügliches Partyspiel, weil es um Trinkspiele und Zocken geht. Es geht inhaltlich darum, dass eine Gruppe von Helden nach getaner Arbeit des Dungeon Plünders und Monster Tötens in die Taverne zum roten Drachen einkehrt, um sich zu amüsieren.

Jeder der 4 möglichen Mitspieler schlüpft in die Rolle eines Abenteurers, der versucht seine Freunde unter den Tisch zu saufen bzw. ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Man hat die Auswahl zwischen Gerki, dem heimtückischen Halbling Dieb, Deirdre, der sexy Priesterin, Fiona, der launischen Kriegerin und Zot dem Zauberer mit Pooky seinem wahnsinnigen Hasen.

Jeder Spieler hat zu Beginn des Spiels 8 Aktionskarten auf der Hand, 10 Goldmünzen, einen Wert von 20 auf Trinkfestigkeit und einen Alkoholpegel von 0. Wird man im Verlauf des Spiels zu besoffen oder hat kein Geld mehr, wird man von der Bedienung raus geschmissen und hat das Spiel verloren. Das Geld kann man bei Zock-Runden verlieren. Außerdem gibt es viele Getränke und Aktionskarten, die entweder die körperliche Verfassung, also die Trinkfestigkeit senken, oder den Alkoholpegel steigern. Wenn sich diese beiden Werte treffen, kippt man ohnmächtig vom Stuhl. Das passiert beispielsweise, wenn die eigene Trinkfestigkeit auf 9 gesunken und gleichzeitig der Alkoholpegel auf 9 gestiegen ist. Eine Spielrunde besteht aus 4 Phasen: Karten nachziehen bzw. austauschen, eine Aktionskarte spielen, einem Gegner ein Getränk auf seinen “Trink-mich-Stapel” legen und selbst einen Drink nehmen. Die Getränke reichen dabei von Abwasser bis zu potenten Drachenodem Bier.

Die vier Charaktere können alle ungefähr dasselbe, besitzen aber auch ein paar einzigartige Aktionskarten. Außerdem bringt natürlich jede Klasse ihr eigenes “Flavour” mit. Der Magier beispielsweise kann einen Drink zum Gegner teleportieren, so dass dieser ihn trinken muss und sein Killerhase, der sehr an Monty Python erinnert, ist mit vielen ulkigen Aktionen vertreten. Insgesamt macht das Spiel eine Menge Spaß und kann uneingeschränkt empfohlen werden - Nicht nur für Fantasy Nerds! ;-)

  • Autor: Bottone, Geoff - Skadl, Colleen - Bohm, Cliff
  • Spieldauer: ca. 30-60 Min
  • Spielerzahl: 2-4
  • Preis: ca. 15 Euro



  • Phase 10



    Phase 10 ist ein Kartenspiel welches von zwei bis sechs Spielern gespielt werden kann. Hierbei erhält jeder Mitspieler zehn Karten. Ein Stapel zum Nehmen kommt in die Mitte, denn jeder Spieler hat bis zum ersten Ablegen immer zehn Karten auf der Hand. Man legt eine Karte ab und darf eine Neue oder eine abgelegte Karte nehmen. Die einzelnen Phasen, wie zum Beispiel die Achterfolge, müssen auf einmal abgelegt werden. Hat der Spieler eine Phase ausgelegt, kann er seine Restkarten bei den Mitspielern anlegen. Sind alle seine Karten aus der Hand, ist diese Phase beendet. Es sind zehn Phasen die jeder Spieler abarbeiten muss. Jede Phase ist unterschiedlich, so soll man in der Ersten lediglich zwei Drillinge erarbeiten. Jeder Spieler muss die einzelnen Phasen der Reihe nach abarbeiten, egal ob andere Mitspieler schon weiter oder noch zurück sind. Gewonnen hat derjenige Spieler, der als erstes die zehn Phasen beendet hat.

    Phase 10 ist einfach zu spielen, jedoch ist es oft schwer die einzelnen Phasen voll zu bekommen. So kann es sein das man für eine Phase, mehrere Anläufe braucht und andere schon beim ersten Mal schafft. Der eine Spieler tut sich schwer bei der dritten, der Andere bei der siebten Phase. So ist das Spiel immer spannend, man weiß vorher nie wie die Karten fallen und wer die Phase beendet. Der Spaßfaktor bei diesem Spiel ist sehr hoch, jede passende Karte wird bejubelt und der Spieler freut sich, weil er dem Sieg einen Schritt näher gekommen ist. Wer das Spiel kennt und spielt ist mit Feuereifer bei der Sache, denn es gibt nicht viele Spiele, die so spannend und unvorhersehbar sind.

  • Spieldauer: ca. 60 Min
  • Spielerzahl: 2 bis 6
  • Preis: ca. 10 Euro



  • Wizard



    Bei diesem schnell süchtig machenden Spiel schlüpfen die Spieler in die Rolle von Zauberlehrlingen, die durch ein mysteriöses Kartenspiel lernen sollen in die Zukunft zu schauen. Das Spiel ist stark an Stich-Spiele wie Skat angelehnt (d.h. Farben müssen bedient werden und es wird eine Trumpf-Farbe gewählt), nur muss man jede Runde voraussagen wie viele Stiche man bekommen wird.

    Zu Beginn wird erst einmal ein Spieler bestimmt, der für alle anderen Spieler die Punkte auf einem Zettel festhält. Dann wird so lange gezockt, bis alle Karten aufgebraucht sind. In der ersten Runde bekommt jeder Spieler nur eine Karte, wodurch die Vorhersage über einen gelungenen Stich noch recht einfach ist. Jede Runde wird nun jedoch eine Karte mehr ausgeteilt, so dass sich die Vorhersagen zunehmend schwieriger gestalten. Eine große Hilfe bei der Vorhersage sind die Magier, die immer gewinnen und die Narren, welche immer verlieren, von denen es jeweils vier im Spiel gibt. Dazwischen gibt es die Kartenwerte 1-13 in vier verschiedenen Farben.

    Das Design des Spiels und damit die entstehende Atmosphäre ist sehr schön und trägt erheblich zum Suchtfaktor des Spiels bei. Enthalten ist ein “Block der Wahrheit” zum Aufschreiben der Punktestände, sowie 60 stimmungsvoll illustrierten Karten: 15 Menschen (blau), 15 Zwerge (rot), 15 Elfen (grün) und 15 Riesen (gelb).

    Und lustig: Wenn man die Karten der 4 Völker der Reihe nach nebeneinander legt, erhält man jeweils ein großes Landschaftspanorama. Außerdem hat bei genauem Hinsehen der Narr der Zwerge ein Nudelsieb auf dem Kopf mit der Aufschrift “Born to Chill” … :-D

  • Spieldauer: ca. 50 Min
  • Spielerzahl: 3 bis 6
  • Preis: ca. 7 Euro



  • Werwölfe von Düsterwald



    Direkt von der Auswahlliste für das Spiel des Jahres 2003 stammt das Spiel “Die Werwölfe von Düsterwald” von Hervé Marly und Philippe des Pallières. Dabei handelt es sich um ein außergewöhnliches Kartenspiel, welches sich in der Praxis eher als ein äußerst spannendes Rollenspiel entpuppt, bei dem 2 Parteien (Werwölfe und Dorfbewohner) versuchen sich gegenseitig auszulöschen und als die Überlebenden hervor zu gehen.

    In einer kleinen Insider-Szene hat sich dieses beliebte Partyspiel schon lange zum Hit gemausert. Es ist gerade auf Partys so beliebt, weil man es mit Minimum (!) 8 Spielern spielen muss, weshalb man sonst selten die Gelegenheit hat es zu spielen.

    Zum Ablauf: Zunächst wird ein Spielleiter bestimmt, welcher das Geschehen überwacht und keiner Partei angehörend, außerhalb des Spieles steht. Alle anderen Spieler bekommen verdeckt

    Charakterkarten zugeteilt und werden so entweder zu Werwölfen oder Dorfbewohnern. Niemand weiß wer Wolf oder Mensch ist. Die Werwölfe sind immer in der Unterzahl und töten nachts einen Dorfbewohner. Tagsüber verbrennen dafür die Dorfbewohner einen aus ihrer Mitte, von dem sie glauben, dass er ein Lykantroph ist. Das sieht so aus, dass alle Spieler die Augen schließen und der Spielleiter “des nachts” sagt, dass alle Werwölfe nun bitte die Augen öffnen sollen. Diese erkennen sich nun gegenseitig und zeigen dann schweigend auf ein Opfer, welches sterben soll. Am nächsten “Morgen” dürfen auf Kommando des Spielleiters wieder alle Spieler die Augen öffnen, bis auf einen, welchem der Spielleiter sagt, dass er leider des Nachts gefressen wurde. Dann beginnt der eigentlich spaßige Teil des Spiels, wenn alle die Unschuldslämmer mimen und jeder jeden beschuldigt. Irgendwann müssen dann alle gleichzeitig auf jemanden zeigen, der auf den Scheiterhaufen muss. Auf wen am meisten zeigen, der scheidet aus.

    Es ist einfach herrlich zu beobachten, wie sich die Spieler um Kopf und Kragen reden, um dem Tod zu entrinnen. Es gibt im Spiel noch zahlreiche Sondercharaktere wie das kleine Mädchen, dass in der Nachtphase versuchen darf jemanden zu erkennen oder die Hexe, die einen Heil- oder Gifttrank verabreichen kann. Im Internet kursieren auch noch viele andere Charaktere, die verwendet werden können.

    Man sollte das Spiel am besten im leicht abgedunkelten Raum spielen, um für eine düstere Atmosphäre zu sorgen und gleichzeitig allen Spielern ein leichteres Rollenspiel zu ermöglichen.

  • Autor: des Pallières, Philippe
  • Spieldauer: ca. 20 Min
  • Spielerzahl: 8 bis 18
  • Preis: ca. 7 Euro



  • Uno



    UNO ist ein farbenfrohes Kartenspiel für alle Spielfans von 6-99 Jahren. Die Darstellung der möglichen Aktionen werden direkt auf den einzelnen Spielkarten einfach und klar dargestellt. Das ermöglicht ein schnelles und einfach zu erlernendes Spielen.

    Es gibt 4 Kartenfarben, blau, gelb, rot und grün sowie die so genannten Aktionskarten mit der Grundfarbe schwarz. Die Spielregeln bei diesem Kartenspielklassiker sind einfach. Ziel ist es möglichst alle Karten aus der Hand abzulegen, 500 Spielpunkte zu erreichen und somit nicht auf Strafpunkten sitzen zu bleiben.

    Zu Beginn erhält jeder Spieler vom gut gemischten Stapel 7 Karten, die natürlich gut vor den anderen Mitspielern zu verbergen sind. Der Rest der Karten wird gestapelt in der Mitte der Spielrunde. Die oberste Karte wird nun offen auf den Tisch gelegt und die Runde legt los. Auf der aufgedeckten Karte ist nun eine Zahl und Farbe dargestellt, welche für den beginnenden Spieler maßgeblich sind. Es kann entweder die gleiche Farbe oder die gleiche Zahl darauf gelegt werden. Und so läuft das Spiel nun reihum. Wer keine passende Karte hat, muss vom Stapel ziehen. Wenn die gezogene Karte passt, darf er diese sofort im selben Zug wieder ausspielen.

    Die Aktionskarten beschreiben jeweils das Handeln für denjenigen, dem sie ausgespielt werden. So gibt es z.B. einen Farbenwechsel +2 (also 2 Karten nehmen) oder +4 (für 4 Karten ziehen). Auch bei den Aktionskarten gilt die gleiche Regel: Wenn jemand eine Karte mit der selben Aktion hat, darf diese gelegt werden. Dies kann für den dritten in der Runde bedeuten, dass gleich viel mehr Karten vom Stapel gezogen werden müssen.

    Wer im Laufe des Spiels nur noch eine Karte auf der Hand hat, muss UNO rufen. Versäumt er dies, so muss er eine Karte vom Stapel als Strafe ziehen. Passiert das verspätet, so dass der nächste Spieler bereits seine Karte gespielt hat, muss er dafür zwei Karten ziehen.

    Bei Spielende sind von den Mitspielern, welche noch Karten in der Hand halten, die Punkte zu zählen. Für Aktionskarten, die nicht abgelegt werden konnten, gibt es 20 Strafpunkte und für farbige und schwarze Karten 40 Strafpunkte.

    Es gibt auch die Spielvariante, dass jeder, der eine Karte hat, die in Farbe UND Wert der gerade gelegten entspricht, diese einfach „zwischen werfen“ darf, egal ob er gerade dran ist oder nicht. Dies erhöht durch den Hektikfaktor den Spaß im Spiel.

  • Spieldauer: kurz, ca. 10 Min
  • Spielerzahl: Ab 2
  • Preis: ca. 7 Euro



  • Skip Bo



    Skip Bo ist ein beliebtes Kartenspiel für die ganze Familie ob jung oder alt. Dieses Spiel gibt es schon seid 1967, erfunden von Hazel Bowman in Texas. Das empfohlene Mindestalter liegt bei sieben Jahren. Es können zwei bis sechs Spieler bei diesem Kartenspiel mitspielen. Das Spiel besteht aus 162 Spielkarten, mit den Zahlen 1-12, sowie Jokern.

    Und so funktioniert das Spiel: Zunächst einmal werden alle Spielkarten ordentlich gemischt. Dann erhält jeder Spieler 30 Karten, die aber zunächst einmal verdeckt bleiben. Diese Karten werden auf einen Stapel gelegt und nur die oberste Karte des Stapels darf aufgedeckt liegen. Jeder Spieler erhält fünf weitere Spielkarten, die er in der Hand halten darf.

    Nun kann das Spiel beginnen. Hat man eine Eins in der Hand (oder einen Joker) darf man die Karte mit der Eins in die Mitte legen. Insgesamt dürfen vier Stapel in der Mitte eröffnet werden. Kann man keine Karte mehr ablegen, muss man eine Karte aus der Hand ablegen. Hiermit hat der erste Spieler seinen Spielzug beendet und der zweite Spieler ist dran. Dieser macht nun das gleiche wie Spieler eins, und schaut ob er Karten ablegen kann. Damit man immer fünf Karten in der Hand hat, muss man von seinem Stapel, die jeweilige Anzahl von Karten ziehen. Gewonnen hat der Spieler, der am Ende keine Karten mehr in der Hand hält. Auch wenn das äußere Design eher unscheinbar wirkt, ist das Spiel ein absoluter Bestseller.

  • Spieldauer: ca. 20 Min
  • Spielerzahl: 2 bis 6
  • Preis: ca. 12 Euro



  • Munchkin



    Das 2001 erstmalig verlegte Munchkin ist ein Kartenspiel für drei bis sechs Spieler. Unter Verwendung einer seiner zahlreichen Erweiterungen können noch wesentlich mehr Spieler teilnehmen. Je nach Anzahl der Erweiterungen und Spieler dauert eine Spielrunde zwischen einer und drei Stunden.

    Munchkin ist gekennzeichnet von einem speziellen Humor und Wortwitz, der viele Elemente aus der Rollenspielszene aufgreift und sie bis ins kleinste Detail parodiert. Das Spiel gewann dafür 2001 als bestes Kartenspiel den Origins Award, einen der bedeutendsten amerikanischen Spielepreise.

    Zum Umfang des Spiels gehören je ein Stapel Schatz- und ein Stapel Türkarten. Diese werden verdeckt in der Tischmitte bereitgelegt. Zu Spielbeginn zieht jeder Spieler je nach Absprache zwei oder vier Karten von jedem der Stapel und hält sie verdeckt auf der Hand. Danach beginnt das eigentliche, rundenbasierte Spiel.

    Zu Beginn deckt ein Spieler eine Türkarte auf und schaut, was sich in dem Raum, den sein Held damit betritt, befindet. Trifft er auf ein Monster, so muss er dieses bekämpfen oder fliehen. Tötet man das Monster, so steigt der Held Stufen auf und erhält Schatzkarten für das Plündern des Raums. Dies können zum Beispiel tragbare Waffen oder Gegenstände sein, die dem Spieler dauerhaften Schutz und mehr Kampfkraft verleihen. Kann das Monster nicht besiegt werden, so wird ausgewürfelt, ob die Flucht gelingt oder nicht. Ziel des Spiels ist es, im Spielverlauf immer mehr Schätze zu sammeln und den eigenen Helden zu entwickeln und auszurüsten. Wer als Erster die zehnte Stufe erreicht gewinnt das Spiel.

    Der große Erfolg des witzigen Originalspiels veranlasste Erfinder Steve Jackson, zahlreiche Erweiterungen zu veröffentlichen. Diese parodieren als eigenständige Spiele andere Genres, können aber alle untereinander zu einem einzigen Spiel kombiniert werden.

    Bisher erschienene Erweiterungen:

    Parodie auf Fantasy-Rollenspiele:

    Munchkin 2: Abartige Axt

    Munchkin 3: Beschwörungsfehler

    Munchkin 4: Rasende Rösser

    Munchkin 5: Wirre Waldläufer

    Munchkin 6: Durchgeknallte Dungeons

    Parodie auf das Genre der Horror-, Vampir- und Werwolffilme:

    Munchkin beißt!

    Munchkin beißt! 2: Höllenhose

    Parodie auf das Science Fiction Genre (besonders Star Wars und Star Trek):

    Star Munchkin

    Star Munchkin 2: Clown-Kriege

    Parodie auf das Genre der Eastern- oder Martial-Arts-Filme:

    Munchkin Fu

    Munchkin Fu 2: Mönche mögens heiß

    Parodie auf die Comic-Welt bzw. Superhelden-Welt von Marvel und DC:

    Super Munchkin

    Super Munchkin 2: Coole Capes

    Parodie auf Agenten und Spione in der Tradition von James Bond:

    Munchkin Impossible

    Parodie auf den Mythos um die Großen Alten von H.P.Lovecraft:

    Munchkin Cthulhu

    Munchkin Cthulhu 2: Spielt auf einer Farm!

    Munchkin Cthulhu 3: mehr Monster und mehr abgefahrene Action!

    Parodie auf den Wilden Westen mit Cowboys, Indianern und mehr:

    Spiel mir das Lied vom Munchkin

    Parodie auf das Thema Piraten und Karibik:

    Munchkin Freibeuter

    Erweiterungspack für Epische Charaktere bis Stufe 20:

    Episches Munchkin

    Erweiterung, um verschiedene Munchkinspiele zu kombinieren:

    Munchkin im Mixer

  • Autor: Jackson, Steve
  • Spieldauer: ca. 60 Min
  • Spielerzahl: 2 bis 6
  • Preis: ca. 10 Euro



  • Ligretto



    Ligretto ist ein 1988 erstmalig erschienenes Kartenspiel für zwei bis vier Spieler. Kombiniert man mehrere der drei unterschiedlichen Kartensets, kann man es auch mit bis zu zwölf Spielern spielen. Entwickelt wurde Ligretto auf der Basis der nahezu identischen Kartenspiele »Rasender Teufel« und »Dutch Blitz«.

    Vor Beginn des Spiels werden jedem Mitspieler die 40 Karten mit der gemeinsamen Symbolmarkierung auf der Rückseite ausgeteilt und gemischt. Zehn der Karten Bilden einen Tischstapel, daneben werden drei Karten aufgedeckt.

    Im Spielverlauf legen die Teilnehmer die Karten geordnet nach Farben und aufsteigendem Zahlenwert auf Stapeln in der Tischmitte ab. Dafür nimmt man eine der drei offen liegenden Karten und füllt die Lücke dann mit einer Karte vom Zehnerstapel auf. Ist unter den drei offenen Karten keine passende, so durchsucht man die Karten in seiner Hand, indem man jede dritte davon aufdeckt. Da bei Ligretto alle Spieler gleichzeitig Karten ablegen können und damit ständig die Ablagestapel verändern, erfordert das Spiel eine sehr hohe Reaktionsgeschwindigkeit.

    Ziel ist es, den eigenen Stapel von zehn Karten abzutragen. Hat man dies geschafft, so ruft man »Ligretto Stop!« und beendet damit das Spiel. Anschließend werden alle abgelegten Karten in der Tischmitte anhand der Markierungen auf der Rückseite gezählt und jeder Spieler erhält für seine Karten je einen Punkt. Nicht abgelegte Karten vom Zehnerstapel werden mit zwei Minuspunkten bestraft.

    Ligretto ist ein schnelles und spannendes Spiel für alle Altersklassen. Empfohlen wird es für Kinder ab zehn Jahren, aber auch jüngere Kinder verstehen die einfachen Regeln und die Punkteverteilung. Eine Spielrunde dauert zwischen fünf und zehn Minuten. Wegen der geringen Vorbereitungszeit und der schnellen Spielweise ist Ligretto das perfekte Spiel für Zwischendurch. Auch Jugendliche und Erwachsene werden ihren Spaß am schnellen Kartenablegen finden.

    Mittlerweile gibt es Spielvarianten wie »Ligretto Junior« mit kindgerechten Motiven, »Ligretto²«, welches für Zwei-Spieler-Partien konzipiert wurde, und verschiedene Themen-Ligrettos wie »Fußball-Ligretto« oder »Bibi-Blocksberg-Ligretto«.

  • Spieldauer: kurz (sehr variabel)
  • Spielerzahl: 2 bis 4
  • Preis: ca. 7 Euro



  • Guillotine



    Guillotine ist so makaber wie spaßig! Es spielt zur Zeit der französischen Revolution und die Spieler schlüpfen in die Rollen von Henkern, die versuchen, die besten Köpfe abzustauben. Der Kopf des Königs gibt z.B. satte fünf Punkte, während das Haupt eines Märtyrers einen Minuspunkt einbringt.

    Die Aufmachung des Spiels darf als sehr gelungen bezeichnet werden. Man stellt eine kleine Papp-Guillotine auf und legt 12 Adlige davor aus. Dann bekommt noch jeder Spieler 5 Aktionskarten auf die Hand und das Spiel kann losgehen. Wer dran ist, darf genau eine Aktionskarte spielen und muss dann den vordersten Adligen in der Reihe köpfen, egal wer das auch sein mag. Mit den meisten Karten, wie z.B. “Stolpern” oder “Freund der Königin” kann man die Reihenfolge der Todgeweihten verändern. Nach erfolgreicher Enthauptung wird noch eine neue Aktionskarte nachgezogen und der nächste Spieler ist an der Reihe. So werden drei “Tage” (Reihen) gespielt. Wer am Ende am meisten Punkte hat gewinnt - logisch.

    Das Spiel hat herrlich witzige Illustrationen und eine nette Prise schwarzen Humor. Wenn man mit der Aktionskarte “Sollen sie doch Kuchen essen” Marie Antoinette an die Spitze der Opferreihe schickt, kann man sich ein Grinsen nicht verkneifen, auch wenn die französische Revolution ein blutiges und düsteres Datum in der Geschichte darstellt. Die einfachen Regeln und der hohe Fun-Faktor machen aus diesem schnellen Spiel ein hervorragendes “Bier und Brezel - Spiel”.

  • Autor: Peterson, Paul
  • Spieldauer: ca. 40 Min
  • Spielerzahl: 2 bis 5
  • Preis: ca. 10 Euro



  • Bohnanza



    Es gibt heutzutage zahlreiche Kartenspiele, die sich insbesondere für den Einsatz mit Kindern eignen. Ein Blick in die einschlägigen Abteilungen der Warenhäuser unterstreichen diese These. Es ist mitunter schon sehr verwirrend, wenn man sich in diesem Dschungel aus tausenden von äußerst attraktiv aussehenden Spielen begibt, um ein passendes Geschenk oder Ähnliches zu suchen. Für alle Liebhaber von schnell verständlichen und extrem spaßigen Kartenspielen gibt es eine Lösung: Bohnanza.

    Bei dem Spiel Bohnanza handelt es sich um ein klassisches Kartenspiel. Es können in der Regel zwischen drei und fünf Personen mitspielen. Das Spiel stammt aus der Hand des erfolgreichen Spiele-Entwicklers Uwe Rosenberg. Von 1997 bis zum Jahr 2007 wurden bereits über 700.000 Spiele verkauft. Der Name des erfolgreichen Spiels verbindet zwei verschiedene Worte miteinander. Zum einen den englischen Begriff “Bonanza” (Glücksfall, Goldgrube) sowie das deutsche Wort “Bohne”. Wie es der Name schon verrät, geht es im Rahmen des Spiels vor allem um Glück und Bohnen. Die Spieler schlüpfen im Spiel in die Rolle von Bohnenbauern. Ziel ist es eine möglichst große Bandbreite verschiedenster Bohnensorten gewinnbringend anzubauen. Dabei haben die Spieler die Möglichkeit mit anderen Spielern verschiedene Bohnensorten wie „blaue Bohnen“ oder „Brechbohnen“ zu tauschen.

    Das besondere an diesem Spiel ist, dass jeder Spieler zwar zwei homogene Stapel („Bohnenfelder“) mit seinen Karten bilden darf. Allerdings darf dabei die Reihenfolge seiner Handkarten nicht geändert werden. Liegen dem Spieler unpassende Karten vor, so hat er die Möglichkeit eines seiner Bohnenfelder verfrüht und evtl. unprofitabel abzuernten oder mit einem Mitspieler einen Tausch anzustreben.

    Von renomierten Spielexperten wird das Spiel für Kinder ab 12 Jahren empfohlen. Ohne die ebenfalls erhältliche Erweiterung dauert ein Spieldurchgang ca. 45 Minuten. “Bohnanza” ist ein Spiel mit Spaßgarantie. Durch den Bohnenhandel lassen sich ganz neue interessante Seiten an den Mitspielern erkennen. Im Jahre 1997 belegte “Bohnanza” den fünften Rang des Deutschen Spiele Preises und wurde in Folge dessen in die Auswahlliste des “Spiel des Jahres” aufgenommen. Zusätzlich ist es mit dem à la carte Kartenspielpreis ausgezeichnet worden.

  • Autor: Rosenberg, Uwe
  • Spieldauer: ca. 50 Min
  • Spielerzahl: 3 bis 5
  • Preis: ca. 7 Euro