Texas Hold’em Poker



Die ursprüngliche Poker Variante, die beinahe jedem geläufig ist, wird leider recht schnell langweilig und stellt lediglich eine effektive Methode dar in Rekordzeit sein sauer verdientes Geld los zu werden. Jeder bekommt Karten und dann zählt nur noch Glück und Poker Face. Texas Hold’em Poker bietet dagegen deutlich mehr Möglichkeiten Taktik und Finesse einzusetzen:

Der Hauptunterschied besteht darin, dass jeder Spieler nur 2 Karten auf der Hand hat und mit den aufgedeckten Karten in der Mitte des Tisches, die jedem Spieler gehören, eine Hand aus 5 Karten bilden muss. Der Ablauf ist dabei wie folgt: Erst werden “Small Blind” und “Big Blind” gesetzt (Das machen die Spieler rechts vom Dealer), das sind die Mindesteinsätze. Dann erhält jeder Spieler seine beiden Karten und es darf bereits gesetzt werden. Für alle Spieler, die noch dabei sind, werden dann drei Karten aufgedeckt, der “Flop”. Wieder können dann die Spieler versuchen sich gegenseitig aus dem Spiel zu bieten. Man hat jedoch auch immer die Möglichkeit “check” zu sagen, was soviel bedeutet wie “ich setze nicht mehr und warte was die anderen machen”. Wenn alle “checken” und niemand erhöht, geht es in die nächste Runde. Eine weitere Karte wird aufgedeckt, der “Turn”. Hier können wieder alle Spieler bieten und versuchen sich die letzte Karte zu “erkaufen”. Im “River” wird dann die letzte Karte aufgedeckt und ein letztes mal gesetzt. Dann im sog. “Showdown” zeigen alle Spieler ihre Karten und der mit dem besten Blatt - gebildet aus seinen 2 Handkarten und 3 der Karten auf dem Tisch - gewinnt. Die Besten Kombinationen sind, beginnend mit der Schlechtesten:

  • Höchste Karte
  • Ein Paar
  • Zwei Paar
  • Drilling
  • Strasse (5 Karten in Reihenfolge)
  • Flush (5 Karten der selben Farbe)
  • Full House (Paar und Drilling)
  • Vierling
  • Straight Flush (Strasse einer Farbe)
  • Royal Flush (Höchster Straight Flush, in einem Ass endend)

Texas Hold’em Poker macht sehr viel Spaß, wobei man immer um Geld spielen sollte, weil die Spieler sonst häufig dazu neigen aus Neugier mitzubieten, um die nächste Karte zu sehen, obwohl sie kein sehr gutes Blatt haben. Es gibt natürlich sehr viele Tricks und Bluffs, wie z.B. einen “Call in the Dark”: Man bietet ohne sich seine ersten beiden Karten anzusehen, damit ein erfahrener Gegner nicht in der eigenen Mimik lesen kann.

Die Kombinationen, die man mit seinen ersten beiden Karten treffen kann, haben häufig lustige Namen wie “Anna Kournikova” (Ass und König - Sieht gut aus, aber verliert ziemlich häufig). Oder “Pocket Rockets” für 2 Asse oder auch “Schneemänner” für zwei Achten.

  • Spieldauer: sehr variabel (meistens lang)
  • Spielerzahl: 2 (plus Dealer) bis 14
  • Preis: Variabel (Kartenspiel ca. 3 Euro; Poker Chips können teuer sein)