Skat



Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus dem Spiel Schafskopf entwickelte Skat erfreut sich vor allem in Deutschland einer sehr großen Fangemeinde und ist eines der wenigen Kartenspiele, welches über ein Gericht sowie eine internationale Ordnung verfügt. Letztere wurde auf dem Skatkongress verabschiedet, welcher 1886 in der Skatstadt Altenburg stattfand, dem Ort der auch als Sitz des Gerichts fungiert.

Namensgeber für das Spiel ist das französische Wort écarter (dt. weglegen), wobei die beiden vom Geber weggelegten Karten gemeint sind, die der Alleinspieler nach dem Reizen erhält.

Skat muss mindestens zu dritt, höchstens jedoch zu viert gespielt werden, wobei beim Spiel zu viert, der Kartengeber jeweils aussetzt. Eine Runde besteht aus zwei Phasen: Nachdem Sie die Karten erhalten haben, werden die drei Spieler mittels eines Auswahlverfahrens, dem Reizen, in zwei Parteien aufgeteilt. Wenn Sie der Meinung sind, ein gutes Blatt zu besitzen, haben Sie die Möglichkeit, höher zu reizen als Ihre Mitspieler, und somit auch die Möglichkeit Punkte zu bekommen. Erhalten Sie das Spiel, treten Sie als Alleinspieler gegen Ihre beiden Gegner an. Das Reizen kann also als Versteigerung bezeichnet werden, in der der Spieler mit dem höchsten Spielwert Zuschlag erhält.

Anschließend beginnt das eigentliche Spiel. Der Alleinspieler legt eine Trumpffarbe fest, welche dann für alle Spieler gilt, wobei die Buben immer Trumpf sind. Da es sich bei Skat um ein Stichspiel handelt, geht es darum, möglichst viele Stiche zu bekommen, um Punkte zu sammeln.

Sind alle Karten ausgespielt, ist das Spiel vorbei und es erfolgt eine Punktwertung für den Alleinspieler, welcher je nach Ausgang der Partie Plus- bzw. Minuspunkte erhält.

Skat ist ein klassisches Kneipenspiel, welches typischerweise bei einem Krug Bier in der Männerrunde gespielt wird. Das bedeutet aber nicht, dass „skatende“ Frauen keinen Spaß haben können, ganz im Gegenteil.

  • Spielerzahl: 3
  • Preis: ca. 3 Euro