Munchkin



Das 2001 erstmalig verlegte Munchkin ist ein Kartenspiel für drei bis sechs Spieler. Unter Verwendung einer seiner zahlreichen Erweiterungen können noch wesentlich mehr Spieler teilnehmen. Je nach Anzahl der Erweiterungen und Spieler dauert eine Spielrunde zwischen einer und drei Stunden.

Munchkin ist gekennzeichnet von einem speziellen Humor und Wortwitz, der viele Elemente aus der Rollenspielszene aufgreift und sie bis ins kleinste Detail parodiert. Das Spiel gewann dafür 2001 als bestes Kartenspiel den Origins Award, einen der bedeutendsten amerikanischen Spielepreise.

Zum Umfang des Spiels gehören je ein Stapel Schatz- und ein Stapel Türkarten. Diese werden verdeckt in der Tischmitte bereitgelegt. Zu Spielbeginn zieht jeder Spieler je nach Absprache zwei oder vier Karten von jedem der Stapel und hält sie verdeckt auf der Hand. Danach beginnt das eigentliche, rundenbasierte Spiel.

Zu Beginn deckt ein Spieler eine Türkarte auf und schaut, was sich in dem Raum, den sein Held damit betritt, befindet. Trifft er auf ein Monster, so muss er dieses bekämpfen oder fliehen. Tötet man das Monster, so steigt der Held Stufen auf und erhält Schatzkarten für das Plündern des Raums. Dies können zum Beispiel tragbare Waffen oder Gegenstände sein, die dem Spieler dauerhaften Schutz und mehr Kampfkraft verleihen. Kann das Monster nicht besiegt werden, so wird ausgewürfelt, ob die Flucht gelingt oder nicht. Ziel des Spiels ist es, im Spielverlauf immer mehr Schätze zu sammeln und den eigenen Helden zu entwickeln und auszurüsten. Wer als Erster die zehnte Stufe erreicht gewinnt das Spiel.

Der große Erfolg des witzigen Originalspiels veranlasste Erfinder Steve Jackson, zahlreiche Erweiterungen zu veröffentlichen. Diese parodieren als eigenständige Spiele andere Genres, können aber alle untereinander zu einem einzigen Spiel kombiniert werden.

Bisher erschienene Erweiterungen:

Parodie auf Fantasy-Rollenspiele:

Munchkin 2: Abartige Axt

Munchkin 3: Beschwörungsfehler

Munchkin 4: Rasende Rösser

Munchkin 5: Wirre Waldläufer

Munchkin 6: Durchgeknallte Dungeons

Parodie auf das Genre der Horror-, Vampir- und Werwolffilme:

Munchkin beißt!

Munchkin beißt! 2: Höllenhose

Parodie auf das Science Fiction Genre (besonders Star Wars und Star Trek):

Star Munchkin

Star Munchkin 2: Clown-Kriege

Parodie auf das Genre der Eastern- oder Martial-Arts-Filme:

Munchkin Fu

Munchkin Fu 2: Mönche mögens heiß

Parodie auf die Comic-Welt bzw. Superhelden-Welt von Marvel und DC:

Super Munchkin

Super Munchkin 2: Coole Capes

Parodie auf Agenten und Spione in der Tradition von James Bond:

Munchkin Impossible

Parodie auf den Mythos um die Großen Alten von H.P.Lovecraft:

Munchkin Cthulhu

Munchkin Cthulhu 2: Spielt auf einer Farm!

Munchkin Cthulhu 3: mehr Monster und mehr abgefahrene Action!

Parodie auf den Wilden Westen mit Cowboys, Indianern und mehr:

Spiel mir das Lied vom Munchkin

Parodie auf das Thema Piraten und Karibik:

Munchkin Freibeuter

Erweiterungspack für Epische Charaktere bis Stufe 20:

Episches Munchkin

Erweiterung, um verschiedene Munchkinspiele zu kombinieren:

Munchkin im Mixer

  • Autor: Jackson, Steve
  • Spieldauer: ca. 60 Min
  • Spielerzahl: 2 bis 6
  • Preis: ca. 10 Euro



  • Ligretto



    Ligretto ist ein 1988 erstmalig erschienenes Kartenspiel für zwei bis vier Spieler. Kombiniert man mehrere der drei unterschiedlichen Kartensets, kann man es auch mit bis zu zwölf Spielern spielen. Entwickelt wurde Ligretto auf der Basis der nahezu identischen Kartenspiele »Rasender Teufel« und »Dutch Blitz«.

    Vor Beginn des Spiels werden jedem Mitspieler die 40 Karten mit der gemeinsamen Symbolmarkierung auf der Rückseite ausgeteilt und gemischt. Zehn der Karten Bilden einen Tischstapel, daneben werden drei Karten aufgedeckt.

    Im Spielverlauf legen die Teilnehmer die Karten geordnet nach Farben und aufsteigendem Zahlenwert auf Stapeln in der Tischmitte ab. Dafür nimmt man eine der drei offen liegenden Karten und füllt die Lücke dann mit einer Karte vom Zehnerstapel auf. Ist unter den drei offenen Karten keine passende, so durchsucht man die Karten in seiner Hand, indem man jede dritte davon aufdeckt. Da bei Ligretto alle Spieler gleichzeitig Karten ablegen können und damit ständig die Ablagestapel verändern, erfordert das Spiel eine sehr hohe Reaktionsgeschwindigkeit.

    Ziel ist es, den eigenen Stapel von zehn Karten abzutragen. Hat man dies geschafft, so ruft man »Ligretto Stop!« und beendet damit das Spiel. Anschließend werden alle abgelegten Karten in der Tischmitte anhand der Markierungen auf der Rückseite gezählt und jeder Spieler erhält für seine Karten je einen Punkt. Nicht abgelegte Karten vom Zehnerstapel werden mit zwei Minuspunkten bestraft.

    Ligretto ist ein schnelles und spannendes Spiel für alle Altersklassen. Empfohlen wird es für Kinder ab zehn Jahren, aber auch jüngere Kinder verstehen die einfachen Regeln und die Punkteverteilung. Eine Spielrunde dauert zwischen fünf und zehn Minuten. Wegen der geringen Vorbereitungszeit und der schnellen Spielweise ist Ligretto das perfekte Spiel für Zwischendurch. Auch Jugendliche und Erwachsene werden ihren Spaß am schnellen Kartenablegen finden.

    Mittlerweile gibt es Spielvarianten wie »Ligretto Junior« mit kindgerechten Motiven, »Ligretto²«, welches für Zwei-Spieler-Partien konzipiert wurde, und verschiedene Themen-Ligrettos wie »Fußball-Ligretto« oder »Bibi-Blocksberg-Ligretto«.

  • Spieldauer: kurz (sehr variabel)
  • Spielerzahl: 2 bis 4
  • Preis: ca. 7 Euro



  • Guillotine



    Guillotine ist so makaber wie spaßig! Es spielt zur Zeit der französischen Revolution und die Spieler schlüpfen in die Rollen von Henkern, die versuchen, die besten Köpfe abzustauben. Der Kopf des Königs gibt z.B. satte fünf Punkte, während das Haupt eines Märtyrers einen Minuspunkt einbringt.

    Die Aufmachung des Spiels darf als sehr gelungen bezeichnet werden. Man stellt eine kleine Papp-Guillotine auf und legt 12 Adlige davor aus. Dann bekommt noch jeder Spieler 5 Aktionskarten auf die Hand und das Spiel kann losgehen. Wer dran ist, darf genau eine Aktionskarte spielen und muss dann den vordersten Adligen in der Reihe köpfen, egal wer das auch sein mag. Mit den meisten Karten, wie z.B. “Stolpern” oder “Freund der Königin” kann man die Reihenfolge der Todgeweihten verändern. Nach erfolgreicher Enthauptung wird noch eine neue Aktionskarte nachgezogen und der nächste Spieler ist an der Reihe. So werden drei “Tage” (Reihen) gespielt. Wer am Ende am meisten Punkte hat gewinnt - logisch.

    Das Spiel hat herrlich witzige Illustrationen und eine nette Prise schwarzen Humor. Wenn man mit der Aktionskarte “Sollen sie doch Kuchen essen” Marie Antoinette an die Spitze der Opferreihe schickt, kann man sich ein Grinsen nicht verkneifen, auch wenn die französische Revolution ein blutiges und düsteres Datum in der Geschichte darstellt. Die einfachen Regeln und der hohe Fun-Faktor machen aus diesem schnellen Spiel ein hervorragendes “Bier und Brezel - Spiel”.

  • Autor: Peterson, Paul
  • Spieldauer: ca. 40 Min
  • Spielerzahl: 2 bis 5
  • Preis: ca. 10 Euro



  • Bohnanza



    Es gibt heutzutage zahlreiche Kartenspiele, die sich insbesondere für den Einsatz mit Kindern eignen. Ein Blick in die einschlägigen Abteilungen der Warenhäuser unterstreichen diese These. Es ist mitunter schon sehr verwirrend, wenn man sich in diesem Dschungel aus tausenden von äußerst attraktiv aussehenden Spielen begibt, um ein passendes Geschenk oder Ähnliches zu suchen. Für alle Liebhaber von schnell verständlichen und extrem spaßigen Kartenspielen gibt es eine Lösung: Bohnanza.

    Bei dem Spiel Bohnanza handelt es sich um ein klassisches Kartenspiel. Es können in der Regel zwischen drei und fünf Personen mitspielen. Das Spiel stammt aus der Hand des erfolgreichen Spiele-Entwicklers Uwe Rosenberg. Von 1997 bis zum Jahr 2007 wurden bereits über 700.000 Spiele verkauft. Der Name des erfolgreichen Spiels verbindet zwei verschiedene Worte miteinander. Zum einen den englischen Begriff “Bonanza” (Glücksfall, Goldgrube) sowie das deutsche Wort “Bohne”. Wie es der Name schon verrät, geht es im Rahmen des Spiels vor allem um Glück und Bohnen. Die Spieler schlüpfen im Spiel in die Rolle von Bohnenbauern. Ziel ist es eine möglichst große Bandbreite verschiedenster Bohnensorten gewinnbringend anzubauen. Dabei haben die Spieler die Möglichkeit mit anderen Spielern verschiedene Bohnensorten wie „blaue Bohnen“ oder „Brechbohnen“ zu tauschen.

    Das besondere an diesem Spiel ist, dass jeder Spieler zwar zwei homogene Stapel („Bohnenfelder“) mit seinen Karten bilden darf. Allerdings darf dabei die Reihenfolge seiner Handkarten nicht geändert werden. Liegen dem Spieler unpassende Karten vor, so hat er die Möglichkeit eines seiner Bohnenfelder verfrüht und evtl. unprofitabel abzuernten oder mit einem Mitspieler einen Tausch anzustreben.

    Von renomierten Spielexperten wird das Spiel für Kinder ab 12 Jahren empfohlen. Ohne die ebenfalls erhältliche Erweiterung dauert ein Spieldurchgang ca. 45 Minuten. “Bohnanza” ist ein Spiel mit Spaßgarantie. Durch den Bohnenhandel lassen sich ganz neue interessante Seiten an den Mitspielern erkennen. Im Jahre 1997 belegte “Bohnanza” den fünften Rang des Deutschen Spiele Preises und wurde in Folge dessen in die Auswahlliste des “Spiel des Jahres” aufgenommen. Zusätzlich ist es mit dem à la carte Kartenspielpreis ausgezeichnet worden.

  • Autor: Rosenberg, Uwe
  • Spieldauer: ca. 50 Min
  • Spielerzahl: 3 bis 5
  • Preis: ca. 7 Euro



  • Blitz und Donner



    In diesem Spiel, welches thematisch die griechische Mythologie von Göttern und Helden als Basis hat, liefern sich Zeus und Hera ein erbittertes Duell: Damit Hera nicht seinen zahlreichen Affären auf die Schliche kommt, hat der Schwerenöter und Schürzenjäger Zeus Heras Gehilfen Argus gefangen genommen. Als Rache hat Hera Zeus’ “Lieblings-Geliebte” Io ebenfalls gefangen genommen und versteckt.

    Die beiden Spieler schlüpfen nun in die Rollen der Götter und versuchen ihre jeweiligen Verbündeten zu befreien, wozu ihnen jeweils 43 ansprechend gemalte Karten zur Verfügung stehen. Die Spielmechanik erinnert dabei sehr an den Spiele-Klassiker “Stratego”, da 3 Kartenreihen aus jeweils maximal 4 Karten verdeckt vor den Spielern platziert werden. Es können immer nur die Kreaturen der vordersten Reihe angegriffen und dabei aufgedeckt werden. So weiß man nie genau, was einen erwartet und es ist eine Menge Strategie und Bluffen von Nöten.

    Es gibt alle möglichen Kreaturen aus der griechischen Mythologie, wie Zyklopen, Harpyen oder Hydren, welche unterschiedliche Stärkewerte haben. Die stärksten Kreaturen gibt es natürlich nur sehr selten und man sollte sparsam mit ihnen umgehen und sie mit Bedacht platzieren. Jede Runde hat ein Spieler so viele Aktionspunkte wie er Reihen vor sich liegen hat. Es empfiehlt sich also darauf zu achten, dass niemals eine Reihe ganz besiegt wird. Mit den Aktionspunkten kann eine Karte gezogen, angegriffen, eine neue Karte in einer Reihe platziert oder eine mythische Aktion gespielt werden. Letztere machen das Spiel erst so richtig taktisch und interessant: Mit den häufig vorhandenen Pegasi z.B. kann man unter gegnerische Karten schauen oder Handkarten vom Gegner ziehen (Sollte Io oder Argus dabei sein, ist das Spiel sofort gewonnen!). Hades bringt Karten vom Ablagestapel wieder und der verrückte Dionysos kann Karten die Plätze tauschen lassen. Sehr interessant für die Spielmechanik sind auch die Medusen, die bekanntlich jedes Wesen in Stein verwandeln können und somit trotz ihres niedrigen Stärkewertes auch die stärksten Kreaturen schlagen. Diese können wiederum nur durch die Helden bzw. Amazonen besiegt werden. Die Medusen eignen sich also z.B. gut dafür Io oder Argus dahinter zu verstecken.

    Das Spiel ist äußerst spaßig und benötigt eine Menge Strategie. Oftmals schlägt aber auch das Glück zu, wenn ein Pegasus den Verbündeten gleich in der ersten Runde von der Hand des Gegners zieht und das Spiel so schon nach wenigen Minuten beendet. Das Spiel ist wegen seiner tollen Atmosphäre (schöne Illustrationen der Karten und tolle Idee) und seine intelligente Spiel-Mechanik äußerst empfehlenswert!

  • Autor: Borg, Richard
  • Spieldauer: ca. 40 Min
  • Spielerzahl: 2
  • Preis: ca. 17 Euro



  • Anno Domini



    Anno Domini ist ein Spiel, bei dem es auf Wissen und geschicktes Bluffen ankommt. Geschichtliche Ereignisse (mitunter sehr lustige) müssen von den Spielern in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Jedes Spiel enthält in der Regel 336 Karten, auf deren Vorderseite kurz ein geschichtliches Ereignis und auf der Rückseite das Datum beschrieben steht.

    Zu Beginn des Spieles erhält jeder gleich viele Karten, von denen nur die Vorderseite angesehen werden darf. Dann wird noch eine Startkarte in die Mitte gelegt und es kann losgehen. Im Folgenden müssen alle Spieler zwischen oder hinter die Karten in der Mitte ihre geschichtlichen Ereignisse platzieren, so dass ein Zeitstrahl entsteht. Dies geht solange bis jemand die Richtigkeit des Strahls anzweifelt. Befanden sich jedoch alle Ereignisse in der richtigen Reihenfolge, so muss der Zweifler Strafkarten nehmen. War der Zeitstrahl tatsächlich fehlerhaft, so muss der Spieler vor ihm die Strafkarten nehmen (egal an welcher Stelle der Fehler aufgetreten ist!). Danach wird mit einer neuen Startkarte eine neue Reihe angefangen. Sobald ein Spieler seine letzte Karte legt, wird der Zeitstrahl sofort kontrolliert. Ist er korrekt, hat der Spieler gewonnen.

    Das Spiel ist äußerst spaßig, weil zum Teil recht skurrile Ereignisse aus der Geschichte gewählt wurden, welche man wohl kaum in irgendeinem Schulbuch finden würde. Daher nützen Geschichtskenntnisse nicht so viel wie die Fähigkeit des Bluffens. Außerdem haben so alle Spieler die gleiche Chance. Lehrreich ist das Ganze auch noch - wirklich eine runde Sache!

    Bisher veröffentlichte Ausgaben:

    Kirche und Staat

    Schweiz

    Sex & Crime

    Lifestyle

    Natur

    Erfindungen

    Frauen

    Seefahrer

    Sport

    Kunst

    Flops

    Deutschland

    Münzen

    Im Namen des Gesetzes

    Spiel des Jahres

    VIP

    Gesundheit und Ernährung

    Fussball-WM

    Österreich

    Wort.Schrift.Buch.

    Showbizz

  • Autor: Hostettler, Urs
  • Spieldauer: ca. 30 Min
  • Spielerzahl: 2 bis 8
  • Preis: ca. 10 Euro



  • Texas Hold’em Poker



    Die ursprüngliche Poker Variante, die beinahe jedem geläufig ist, wird leider recht schnell langweilig und stellt lediglich eine effektive Methode dar in Rekordzeit sein sauer verdientes Geld los zu werden. Jeder bekommt Karten und dann zählt nur noch Glück und Poker Face. Texas Hold’em Poker bietet dagegen deutlich mehr Möglichkeiten Taktik und Finesse einzusetzen:

    Der Hauptunterschied besteht darin, dass jeder Spieler nur 2 Karten auf der Hand hat und mit den aufgedeckten Karten in der Mitte des Tisches, die jedem Spieler gehören, eine Hand aus 5 Karten bilden muss. Der Ablauf ist dabei wie folgt: Erst werden “Small Blind” und “Big Blind” gesetzt (Das machen die Spieler rechts vom Dealer), das sind die Mindesteinsätze. Dann erhält jeder Spieler seine beiden Karten und es darf bereits gesetzt werden. Für alle Spieler, die noch dabei sind, werden dann drei Karten aufgedeckt, der “Flop”. Wieder können dann die Spieler versuchen sich gegenseitig aus dem Spiel zu bieten. Man hat jedoch auch immer die Möglichkeit “check” zu sagen, was soviel bedeutet wie “ich setze nicht mehr und warte was die anderen machen”. Wenn alle “checken” und niemand erhöht, geht es in die nächste Runde. Eine weitere Karte wird aufgedeckt, der “Turn”. Hier können wieder alle Spieler bieten und versuchen sich die letzte Karte zu “erkaufen”. Im “River” wird dann die letzte Karte aufgedeckt und ein letztes mal gesetzt. Dann im sog. “Showdown” zeigen alle Spieler ihre Karten und der mit dem besten Blatt - gebildet aus seinen 2 Handkarten und 3 der Karten auf dem Tisch - gewinnt. Die Besten Kombinationen sind, beginnend mit der Schlechtesten:

    • Höchste Karte
    • Ein Paar
    • Zwei Paar
    • Drilling
    • Strasse (5 Karten in Reihenfolge)
    • Flush (5 Karten der selben Farbe)
    • Full House (Paar und Drilling)
    • Vierling
    • Straight Flush (Strasse einer Farbe)
    • Royal Flush (Höchster Straight Flush, in einem Ass endend)

    Texas Hold’em Poker macht sehr viel Spaß, wobei man immer um Geld spielen sollte, weil die Spieler sonst häufig dazu neigen aus Neugier mitzubieten, um die nächste Karte zu sehen, obwohl sie kein sehr gutes Blatt haben. Es gibt natürlich sehr viele Tricks und Bluffs, wie z.B. einen “Call in the Dark”: Man bietet ohne sich seine ersten beiden Karten anzusehen, damit ein erfahrener Gegner nicht in der eigenen Mimik lesen kann.

    Die Kombinationen, die man mit seinen ersten beiden Karten treffen kann, haben häufig lustige Namen wie “Anna Kournikova” (Ass und König - Sieht gut aus, aber verliert ziemlich häufig). Oder “Pocket Rockets” für 2 Asse oder auch “Schneemänner” für zwei Achten.

  • Spieldauer: sehr variabel (meistens lang)
  • Spielerzahl: 2 (plus Dealer) bis 14
  • Preis: Variabel (Kartenspiel ca. 3 Euro; Poker Chips können teuer sein)



  • Skat



    Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus dem Spiel Schafskopf entwickelte Skat erfreut sich vor allem in Deutschland einer sehr großen Fangemeinde und ist eines der wenigen Kartenspiele, welches über ein Gericht sowie eine internationale Ordnung verfügt. Letztere wurde auf dem Skatkongress verabschiedet, welcher 1886 in der Skatstadt Altenburg stattfand, dem Ort der auch als Sitz des Gerichts fungiert.

    Namensgeber für das Spiel ist das französische Wort écarter (dt. weglegen), wobei die beiden vom Geber weggelegten Karten gemeint sind, die der Alleinspieler nach dem Reizen erhält.

    Skat muss mindestens zu dritt, höchstens jedoch zu viert gespielt werden, wobei beim Spiel zu viert, der Kartengeber jeweils aussetzt. Eine Runde besteht aus zwei Phasen: Nachdem Sie die Karten erhalten haben, werden die drei Spieler mittels eines Auswahlverfahrens, dem Reizen, in zwei Parteien aufgeteilt. Wenn Sie der Meinung sind, ein gutes Blatt zu besitzen, haben Sie die Möglichkeit, höher zu reizen als Ihre Mitspieler, und somit auch die Möglichkeit Punkte zu bekommen. Erhalten Sie das Spiel, treten Sie als Alleinspieler gegen Ihre beiden Gegner an. Das Reizen kann also als Versteigerung bezeichnet werden, in der der Spieler mit dem höchsten Spielwert Zuschlag erhält.

    Anschließend beginnt das eigentliche Spiel. Der Alleinspieler legt eine Trumpffarbe fest, welche dann für alle Spieler gilt, wobei die Buben immer Trumpf sind. Da es sich bei Skat um ein Stichspiel handelt, geht es darum, möglichst viele Stiche zu bekommen, um Punkte zu sammeln.

    Sind alle Karten ausgespielt, ist das Spiel vorbei und es erfolgt eine Punktwertung für den Alleinspieler, welcher je nach Ausgang der Partie Plus- bzw. Minuspunkte erhält.

    Skat ist ein klassisches Kneipenspiel, welches typischerweise bei einem Krug Bier in der Männerrunde gespielt wird. Das bedeutet aber nicht, dass „skatende“ Frauen keinen Spaß haben können, ganz im Gegenteil.

  • Spielerzahl: 3
  • Preis: ca. 3 Euro



  • Romme



    Rommé ist die französische Ableitung für ein Kartenspiel, das auch in Deutschland äußerst beliebt ist. Ursprünglich kommt das Spiel aus Mexiko und wurde schnell in eine vielzahl von Ländern übermittelt. Rommé ist ein herrliches Familienspiel mit einem sehr großen Spaßfaktor.

    Das Kartenspiel Rommé wird in unzähligen Varianten gespielt. In Deutschland wird überwiegend die Variante mit zwei Kartensätzen a 52 Karten gespielt. Gewöhnlich werden pro Kartensatz jeweils 3 Joker beigelegt. Somit sind im Spiel 110 Karten. Beim Rommé spielt jeder Spieler für sich selbst. Man kann das Spiel mit bis zu sechs Spielern beginnen. Es funktioniert aber auch mit weniger Teilnehmern. Am Anfang werden die Karten von einem Mitspieler ausgeteilt. In der Regel bekommt jeder Spieler 13 Karten. Außer der Spieler, der links neben dem Mischer sitzt, welcher 14 Karten bekommt. Dieser Spieler beginnt dann auch mit dem Spiel. Ziel des Spiels ist es als erster alle Karten abzulegen. Um Karten ablegen zu können, benötigt man verschiedene Figuren. Zum einen kann man gleiche Karten sammeln z. B. drei Könige, oder man bastelt sich eine Straße zusammen z. B. 10, Bube, Dame. Es darf aber erst raus gelegt werden, wenn man eine gewisse Anzahl an Punkten auf der Hand hat. Meist sind das 42 Spielpunkte. Das schwierigste, aber auch lohnenste ist ein Handrommé. Hierzu müssen alle Karten auf einmal rausgelegt werden.

    Das Kartenspiel Rommé ist für jung und alt ein sehr interessantes Spiel. Besonders mit mehreren Personen, am schönsten in der Familie, macht das Spiel ungemeinen Spaß. Vor allem durch die einfachen Spielregeln kann das Spiel von jedem schnell erlernt werden.

  • Spielerzahl: 2 bis 6
  • Preis: ca. 5 Euro



  • Mau Mau



    Das Ziel bei Mau Mau ist es, seine Karten so schnell wie möglich abzulegen. Es kann von zwei bis fünf Spielern gespielt werden, und ist auch mit jedem Blatt zwischen 32 und 52 Karten möglich.

    Es ist nicht bekannt, wann das Spiel genau entstanden ist, man weiß jedoch, dass die uns bekannten Spielregeln aus den 1930er Jahren stammen.

    Die Grundregeln von Mau Mau sind sehr leicht zu verstehen. Am Anfang bekommt jeder Spieler die gleiche Anzahl an Spielkarten (meist fünf oder sechs Karten). Diese dürfen von den Mitspielern nicht gesehen werden. Der Rest der Karten bildet den Stapel. Die oberste Karte des Stapels wird offen daneben gelegt.

    Nun beginnt das Spiel. Die Spieler müssen der Reihe nach ihre Karten auf die oberste Karte legen. Die Karte muss nur in Kartenwert, oder Kartenfarbe übereinstimmen.

    Wenn ein Spieler keine passende Karte hat, so muss er eine vom Stapel ziehen. Wenn der Stapel aufgebraucht ist, so werden die abgelegten Karten umgedreht und fungieren als neuer Stapel. Wenn ein Spieler seine vorletzte Karte abgelegt hat, so muss er Mau sagen. Wenn er die letzte Karte abgelegt hat, so muss er Mau Mau sagen und gewinnt das Spiel.

    Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Regeln erfunden, die das Spiel noch lebendiger machen. So muss man, wenn eine sieben oben auf dem Stapel liegt, entweder selbst eine sieben legen, oder zwei Karten ziehen. Es muss ausgesetzt werden, wenn oben auf dem Stapel eine acht liegt, und man selbst keine acht hat.

    Eine weitere ganz bekannte Zusatzregel ist die des Buben. Der Spieler, der einen Buben legt, darf sich eine Farbe wünschen. Es gibt noch viele solcher Sonderregelungen, und auch jeder selbst kann sich diese einfallen lassen.

    Das Kartenspiel ist sehr lebendig, und ein guter Zeitvertreib an Familieabenden, doch auch eine sinnvolle Beschäftigung unter Jugendlichen.

  • Spielerzahl: 2 bis 5
  • Preis: ca. 3 Euro